Sorgen, Vorwürfe, gut gemeinte Mitbringsel. In der App stehen zu diesem Thema 11 Situationen (11× Am Bett). Vier davon hier vollständig — erst selbst laut antworten, dann aufdecken.
Das Gespräch kommt zur Ruhe. Sie fragen die Ehefrau, was sie im Moment am meisten beschäftigt.
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So sagen Sie es
Frau Wagner, was macht Ihnen im Moment am meisten Sorgen?
Darauf kommt zurück
Die Ehefrau sagt: „Wie es weitergeht. Unser Haus hat eine Treppe, das Schlafzimmer ist oben. Ich bin 75 und habe selbst einen kaputten Rücken. Wenn er so bleibt — ich kann ihn nicht die Treppe hochtragen. Und ob er überhaupt nach Hause kann.“
Das nicht
Die Frage nicht stellen und die Antwort dann überhören. Was kommt, gehört in den Bericht.
In die Dokumentation
Sorgen Ehefrau: Versorgung zu Hause (Treppe, Schlafzimmer im OG), eigene Belastbarkeit (75 J., Rückenleiden), Frage nach Rückkehr nach Hause
Warum so
Die offene Frage bringt die Kernsorge: die Zukunft. Alle drei Teile — Haus, eigene Gesundheit, Prognose — kommen in den Bericht.
Am Bett2. AusbildungsjahrPflegeheim
Herr Enders, 80 Jahre — Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mittelschweres Stadium · Seniorenheim, Wohnbereich 2 · Demenz · Einzug ins Pflegeheim
Sie fragen die Tochter, wie es ihr mit der Entscheidung geht.
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So sagen Sie es
Frau Enders, wie geht es Ihnen mit der Entscheidung? Viele Angehörige haben an diesem Tag ein schlechtes Gewissen.
Darauf kommt zurück
Die Tochter sagt: „Ein sehr schlechtes. Er hat immer gesagt: Steck mich nie in ein Heim. Und jetzt sitze ich hier. Ich habe seit Wochen nicht durchgeschlafen, und trotzdem fühle ich mich, als würde ich ihn abschieben.“
Das nicht
Die Frage nicht auslassen, weil sie unangenehm ist.
In die Dokumentation
Tochter: ausgeprägte Schuldgefühle („nie ins Heim“), eigene Erschöpfung (Schlafmangel seit Wochen)
Warum so
Sie sprechen das schlechte Gewissen selbst an, bevor die Tochter es tun muss — das öffnet die Tür. Was dann kommt, ist der wichtigste Teil des Gesprächs für den Bericht.
Der Vater sagt, er sei völlig fertig. Sie fragen nach, was dahintersteckt.
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So sagen Sie es
Herr Fischer, Sie haben gesagt, Sie sind fertig. Was beschäftigt Sie am meisten?
Darauf kommt zurück
Der Vater sagt: „Dass ich zu lange gewartet habe. Gestern dachte ich noch, das ist ein normaler Magen-Darm, das hatten wir schon. Und dass Noah hier ist und ich nicht bei meiner Frau bin — sie hat vor vier Wochen entbunden und ist selbst noch nicht auf dem Damm.“
Das nicht
Die Erschöpfung des Vaters nicht übergehen — er ist heute Nacht Ihr wichtigster Partner.
Die offene Frage bringt Schuld und Familienbelastung. Beides gehört in Bericht und Übergabe — die Familiensituation ist ein psychosoziales Pflegeproblem.
Sie fragen die Mutter, wie es ihr selbst geht — es ist ihre zweite Nacht hier.
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So sagen Sie es
Frau Kell, wie geht es Ihnen selbst? Sie sind jetzt die zweite Nacht hier.
Darauf kommt zurück
Die Mutter sagt: „Ich bin müde. Und ich habe Angst, dass es schlimmer wird — dass sie auf die Intensivstation muss. Und mein Mann ist mit dem Kleinen zu Hause, der ist erst eins, ich weiß nicht, wie lange das gut geht.“
Das nicht
Nicht nur nach dem Kind fragen und die Mutter vergessen. Die Begleitperson ist hier Teil der Pflegesituation, nicht Besuch.
In die Dokumentation
Sorgen Mutter: Angst vor Verschlechterung/Intensivstation; Belastung: Erschöpfung, jüngeres Kind (1 J.) zu Hause beim Vater
Warum so
Die Frage nach der Mutter selbst gehört in jedes Angehörigengespräch. Drei Sorgen in einer Antwort: notieren Sie alle drei, sie kommen in den Bericht.
Weitere Lagen in diesem Thema
Die Formulierungen dazu stehen in der App.
Die Ehefrau fragt, wie es nach der Stroke Unit weitergeht. (Am Bett, Schlaganfall)
Die Ehefrau fragt: „Kann das noch einmal passieren? Ein zweiter Schlaganfall?“ (Am Bett, Schlaganfall)
Die Tochter sagt unter Tränen, sie habe ihren Vater abgeschoben. (Am Bett, Demenz)
Die Tochter fragt: „Und wenn er nach mir weint, wenn ich gehe? Was mache ich dann?“ (Am Bett, Demenz)
Der Vater macht sich Vorwürfe, zu lange gewartet zu haben. (Am Bett, Gastroenteritis)
Die Mutter hat Angst, dass Lina doch noch auf die Intensivstation muss. (Am Bett, Pneumonie)
Alle 890 Situationen in der App
Jede Karte zeigt zuerst nur die Lage. Sie sagen Ihre Antwort laut, in ganzen Sätzen, und decken dann auf: die Formulierung, was zurückkommt, was nicht hilft, der Satz für die Dokumentation und warum. Ohne Konto, ohne Abo, ohne Internet — ein Kauf, 29,99 €.