Erste Schicht

Atmung: Was sage ich jetzt?

Luftnot, Sauerstoff, Abhusten, Lagerung. In der App stehen zu diesem Thema 18 Situationen (18× Am Bett). Vier davon hier vollständig — erst selbst laut antworten, dann aufdecken.

Am Bett2. AusbildungsjahrKrankenhaus

Herr Lange, 66 Jahre — Akut exazerbierte COPD, GOLD-Stadium 3 · Pneumologische Station, Krankenhaus · COPD-Exazerbation · Atmung und Rauchen

Sie wollen wissen, wie es zu Hause angefangen hat, bevor er eingeliefert wurde.

Reaktion zeigen
So sagen Sie es

Können Sie mir sagen, wie es zu Hause angefangen hat, bevor Sie hierhergekommen sind?

Darauf kommt zurück

Herr Lange sagt: „Ich hatte eine Erkältung, dann wurde der Husten schlimmer, der Auswurf gelb-grün, und nach drei Tagen habe ich nachts im Sessel geschlafen, weil ich im Bett keine Luft bekam. Meine Frau hat dann den Notarzt gerufen, als ich blaue Lippen hatte.“

Das nicht
  • Nicht nach dem Rettungsbericht fragen und die Erzählung abkürzen.
In die Dokumentation

Anamnese: Infekt → zunehmender Husten, purulentes Sputum, Orthopnoe (Schlaf im Sessel), Zyanose → Notarzt

Warum so

Die Exazerbation in der Sprache des Patienten: gelb-grün, Sessel, blaue Lippen. Im Bericht wird daraus purulentes Sputum, Orthopnoe, Zyanose.

Am Bett2. AusbildungsjahrKrankenhaus

Lina Kell, 4 Jahre — Pneumonie rechts · Pädiatrische Station, Kinderklinik · Pneumonie · Kind, Gespräch mit der Mutter

Die Mutter fragt, was das Gerät am Finger ihrer Tochter anzeigt.

Reaktion zeigen
So sagen Sie es

Das Ding am Finger heißt Pulsoxymeter — Lina, das ist ein kleiner Fingerhut mit rotem Licht. Es misst, wie viel Sauerstoff im Blut ist, ganz ohne Pieks. Heute Morgen waren es 94 Prozent mit der Sauerstoffbrille. Bei einem gesunden Kind wären es 97 bis 100. Wir sind also auf dem Weg, aber noch nicht da.

Darauf kommt zurück

Die Mutter sagt: „94 — ist das gut oder schlecht? Gestern haben sie 91 gesagt.“

Das nicht
  • Keinen Zielwert versprechen und das Gerät nicht als „nur zur Sicherheit“ abtun. Und niemals vor dem Kind sagen, der Wert sei schlecht.
In die Dokumentation

SpO₂ 94 % unter O₂ (Aufnahme 91 %), Mutter fragt nach Bewertung

Warum so

Erklären Sie das Gerät dem Kind kindgerecht („Fingerhut mit rotem Licht“) und der Mutter sachlich mit Zahl und Vergleichswert. „Auf dem Weg, aber noch nicht da“ ordnet ein, ohne zu beschönigen.

Am Bett2. AusbildungsjahrKrankenhaus

Herr Lange, 66 Jahre — Akut exazerbierte COPD, GOLD-Stadium 3 · Pneumologische Station, Krankenhaus · COPD-Exazerbation · Atmung und Rauchen

Herr Lange fragt, was mit ihm eigentlich passiert ist.

Reaktion zeigen
So sagen Sie es

Das war eine akute Verschlechterung Ihrer COPD — man sagt Exazerbation dazu — ausgelöst durch die Infektion. Die Bronchien, also die Atemwege in der Lunge, waren entzündet, verengt und voller Schleim. Deshalb bekommen Sie hier vier Dinge: Sauerstoff über die Nasenbrille, Inhalationen, die die Atemwege weiten, Kortison als Tablette gegen die Entzündung und ein Antibiotikum gegen die Bakterien. Der Sauerstoff wird langsam weniger, wenn Ihre Werte stabil bleiben.

Darauf kommt zurück

Herr Lange fragt: „Kortison — davon werde ich doch dick und kriege Zucker, oder?“

Das nicht
  • „Exazerbation“ nicht unübersetzt stehen lassen.
In die Dokumentation

Exazerbation und Therapie erklärt (O₂, Bronchodilatation, systemische Steroide, Antibiose); Pat. äußert Bedenken gegen Kortison

Warum so

Vier Behandlungspunkte, jeder mit Zweck. Die Kortisonangst ist ein Klassiker — sie wird im nächsten Zug beantwortet, ehrlich und mit Zeitrahmen.

Am Bett2. AusbildungsjahrKrankenhaus

Herr Lange, 66 Jahre — Akut exazerbierte COPD, GOLD-Stadium 3 · Pneumologische Station, Krankenhaus · COPD-Exazerbation · Atmung und Rauchen

Herr Lange fragt: „Kortison — davon werde ich doch dick und kriege Zucker, oder?“

Reaktion zeigen
So sagen Sie es

Das sind Nebenwirkungen, wenn man Kortison über Monate nimmt. Sie bekommen es nur für fünf Tage, in dieser kurzen Zeit passiert das nicht. Wir kontrollieren trotzdem den Blutzucker, das ist Routine. Und das Kortison in Ihrem Inhalationsspray ist eine viel kleinere Menge, die nur in der Lunge wirkt — die dürfen Sie dauerhaft nehmen.

Darauf kommt zurück

Herr Lange sagt: „Ach so, nur fünf Tage. Dann ist es gut.“

Das nicht
  • Die Kortisonangst nicht mit „das ist nur eine kurze Gabe“ abtun, ohne den Unterschied zu erklären.
In die Dokumentation

Bedenken gegen Kortison ausgeräumt: kurze Stoßtherapie (5 Tage), BZ-Kontrollen; Unterschied zu inhalativem Steroid erklärt

Warum so

Sorge ernst nehmen, unterscheiden (kurz/lang, systemisch/inhalativ), Kontrolle nennen. Genau so beruhigt man, ohne zu verharmlosen.

Weitere Lagen in diesem Thema

Die Formulierungen dazu stehen in der App.

Alle 890 Situationen in der App

Jede Karte zeigt zuerst nur die Lage. Sie sagen Ihre Antwort laut, in ganzen Sätzen, und decken dann auf: die Formulierung, was zurückkommt, was nicht hilft, der Satz für die Dokumentation und warum. Ohne Konto, ohne Abo, ohne Internet — ein Kauf, 29,99 €.

Bei Google Play laden

Für Android. Eine Fassung fürs iPhone gibt es noch nicht.

Alle 23 Themen ›