Mobilisieren, Transfer, Sturzangst, Hilfsmittel. In der App stehen zu diesem Thema 20 Situationen (20× Am Bett). Vier davon hier vollständig — erst selbst laut antworten, dann aufdecken.
Der Ehefrau fällt auf, dass ihr Mann immer auf der gelähmten Seite liegt und der Nachttisch rechts steht.
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So sagen Sie es
Sehr gern, heute Mittag um zwölf. Jetzt noch zur Lagerung: Ihnen ist vielleicht aufgefallen, dass wir Ihren Mann oft auf die rechte, die gelähmte Seite legen und dass der Nachttisch rechts steht. Das ist Absicht — die gelähmte Seite soll Reize bekommen, damit das Gehirn sie nicht vergisst. Wenn Sie mit ihm sprechen, setzen Sie sich bitte auch auf die rechte Seite.
Darauf kommt zurück
Die Ehefrau sagt: „Ich habe mich immer links hingesetzt, weil er mich da besser sieht. Das mache ich jetzt anders.“
Das nicht
Die gelähmte Seite nicht zur „schlechten Seite“ erklären, die man schont.
In die Dokumentation
Anleitung der Ehefrau um 12 Uhr vereinbart; Lagerung und Reizsetzung über die betroffene Seite erklärt (Bobath-Konzept), Angehörige sitzt künftig rechts
Warum so
Das Bobath-Konzept, ohne dass das Wort fällt: gelähmte Seite stimulieren, Umgebung auf der betroffenen Seite. Die Ehefrau ändert ihr Verhalten sofort — das ist der Erfolg der Erklärung.
Die Patientin hat sich in der Nacht nicht aus dem Bett getraut.
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So sagen Sie es
Sie hatten heute Nacht Angst aufzustehen. Deshalb machen wir das jetzt gemeinsam, und ich zeige Ihnen, wie es am wenigsten wehtut: Erst auf die Seite drehen, dann die Beine über die Bettkante schieben und sich mit dem Arm hochdrücken — nicht gerade aus dem Liegen aufsetzen, das zieht am Bauch. Und beim Aufstehen die Hand auf den Bauch legen, das gibt Halt.
Darauf kommt zurück
Frau Yilmaz sagt: „Über die Seite. Gestern habe ich mich gerade hochgezogen, kein Wunder, dass das so wehgetan hat.“
Das nicht
Nicht am Arm hochziehen.
Nicht zum Aufstehen drängen, bevor das Schmerzmittel wirkt.
In die Dokumentation
Anleitung schonendes Aufstehen (über die Seite, Abstützen, Hand auf den Bauch); Pat. hatte sich gestern gerade aufgezogen
Warum so
Die Angst vom Anfang bekommt hier ihre Antwort: eine Technik. Zeigen, nicht nur sagen — und die Patientin erkennt selbst, warum es gestern wehtat.
Frau Weber sagt: „Darf ich mich zu Hause überhaupt noch anstrengen? Ich habe einen Garten, und ich gehe gern zum Markt.“
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So sagen Sie es
Sie dürfen nicht nur, Sie sollen sich bewegen — regelmäßig und maßvoll. Das trainiert das Herz. Gehen Sie täglich spazieren, erst zehn Minuten, dann mehr, in einem Tempo, bei dem Sie noch sprechen können. Der Markt ist gut, aber mit einem Einkaufstrolley statt schwerer Taschen. Im Garten: gießen und harken ja, schwere Kübel schleppen nein. Und bei Hitze weniger, an heißen Tagen verliert man mehr Flüssigkeit und der Kreislauf ist empfindlicher.
Darauf kommt zurück
Frau Weber sagt: „Sprechen können beim Gehen — das ist ein gutes Maß. Den Trolley hat mir mein Sohn schon lange empfohlen.“
Das nicht
Keine Schonung verordnen — Bewegung ist Teil der Therapie.
In die Dokumentation
Belastung: tägliche Bewegung im Sprechtempo, langsam steigern; keine schweren Lasten (Trolley statt Taschen), Garten leicht; Vorsicht bei Hitze
Warum so
Die Sorge, sich nicht mehr belasten zu dürfen, drehen Sie um: Bewegung ist Therapie. Konkrete Regeln — Sprechtempo, Trolley, keine Kübel — sind Beratung, die die Patientin umsetzen kann.
Am Bett1. AusbildungsjahrKrankenhaus
Frau Fiebel, 69 Jahre — Coxarthrose links · Orthopädische Station, Klinik · Coxarthrose · Hüft-TEP
Sie wollen wissen, wie weit Frau Fiebel zu Hause noch gehen kann.
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So sagen Sie es
Jetzt würde ich gern wissen, wie Sie zu Hause zurechtkommen. Wie weit können Sie im Moment gehen, bevor die Hüfte zu sehr schmerzt?
Darauf kommt zurück
Frau Fiebel sagt: „Bis zum Bäcker an der Ecke, das sind vielleicht dreihundert Meter. Dann muss ich mich hinsetzen. Und ich gehe mit dem Stock, seit einem Jahr.“
Das nicht
Nicht fragen „Können Sie gut gehen?“ — das ergibt keine Zahl.
In die Dokumentation
Gehstrecke ca. 300 m schmerzbedingt, Gehstock seit 1 Jahr
Warum so
„Wie weit“ ist die bessere Frage als „Können Sie gut gehen?“ — sie liefert eine Zahl, und die Zahl steht später im Bericht. Fragen Sie nach Hilfsmitteln immer mit, wenn die Patientin sie nicht von selbst nennt.
Weitere Lagen in diesem Thema
Die Formulierungen dazu stehen in der App.
Die Ehefrau greift beim Aufsetzen nach dem rechten, gelähmten Arm ihres Mannes. (Am Bett, Schlaganfall)
Die Ehefrau fragt, ob sie ihren Mann zwischendurch selbst in den Rollstuhl setzen darf. (Am Bett, Schlaganfall)
Die Patientin fragt, ob sie nicht besser noch einen Tag liegen bleiben sollte. (Am Bett, Nach Appendektomie)
Die Patientin hat Angst, dass beim Husten die Wunde aufgeht. (Am Bett, Nach Appendektomie)
Sie wollen wissen, wie Frau Weber zu Hause die Treppe schafft und wer ihr hilft. (Am Bett, Herzinsuffizienz)
Sie fragen nach der Wohnung und den Treppen. (Am Bett, Coxarthrose)
Es geht um den Beinahe-Sturz von heute Morgen. (Am Bett, Parkinson)
Frau Brandt fragt, ob sie das operierte Bein überhaupt belasten darf. (Am Bett, Schenkelhalsfraktur nach Sturz)
Alle 890 Situationen in der App
Jede Karte zeigt zuerst nur die Lage. Sie sagen Ihre Antwort laut, in ganzen Sätzen, und decken dann auf: die Formulierung, was zurückkommt, was nicht hilft, der Satz für die Dokumentation und warum. Ohne Konto, ohne Abo, ohne Internet — ein Kauf, 29,99 €.