Wenn jemand weint, schweigt oder alles ablehnt. In der App stehen zu diesem Thema 43 Situationen (43× Am Bett). Vier davon hier vollständig — erst selbst laut antworten, dann aufdecken.
Am Bett3. AusbildungsjahrKrankenhaus
Frau Hartmann, 47 Jahre — Mammakarzinom links, Z. n. brusterhaltender Operation, adjuvante Chemotherapie · Onkologische Tagesklinik, Krankenhaus · Brustkrebs · Erste Chemotherapie
Frau Hartmann fragt: „Und die Haare — wann fallen sie aus? Und alle?“
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So sagen Sie es
Bei Ihrer Therapie: ja, die meisten Patientinnen verlieren die Kopfhaare, meist zwei bis drei Wochen nach dem ersten Zyklus, oft auch Wimpern und Brauen. Das ist vorübergehend — etwa vier bis acht Wochen nach der letzten Chemotherapie wachsen sie wieder, manchmal anders als vorher. Sie bekommen heute ein Rezept für eine Perücke, die Kasse zahlt einen Zuschuss; viele lassen sie sich anfertigen, solange die eigenen Haare noch da sind, damit sie passt. Manche schneiden die Haare vorher kurz — das macht den Übergang leichter.
Darauf kommt zurück
Frau Hartmann sagt: „Zwei bis drei Wochen. Vor dem Schuljahresanfang. Die Schüler …“
Das nicht
Den Haarverlust nicht als „vielleicht“ darstellen, wenn er zu dieser Therapie gehört.
In die Dokumentation
Alopezie ehrlich erklärt (Beginn 2–3 Wochen, reversibel, Nachwachsen 4–8 Wochen nach Ende); Perückenrezept, Anfertigung vor Haarverlust; Sorge wegen Schule
Warum so
Ehrlich — kein „vielleicht“ bei einer Therapie, die zur Alopezie führt. Zeitrahmen, Reversibilität, praktische Hilfe. Die Sorge um die Schüler ist ein neuer Punkt.
Das Gespräch kommt zur Ruhe. Sie fragen, was ihn an der Zeit nach dem Krankenhaus beschäftigt.
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So sagen Sie es
Herr Lange, was beschäftigt Sie am meisten, wenn Sie an die Zeit nach dem Krankenhaus denken?
Darauf kommt zurück
Herr Lange sagt: „Dass es wieder passiert. Diese Nacht im Sessel, als ich dachte, ich ersticke — das will ich nie wieder. Und ob ich irgendwann dauerhaft an so einer Sauerstoffflasche hänge.“
Das nicht
Die Angst nicht wegreden („das passiert schon nicht wieder“).
In die Dokumentation
Sorgen: Angst vor erneuter Exazerbation (Erstickungsangst), Angst vor Langzeit-Sauerstofftherapie
Weitergeben
Erstickungsangst und den Wunsch nach Sauerstoff für zu Hause an die Ärztin weitergeben.
Warum so
Die Erstickungsangst ist real und gehört benannt in den Bericht. Die Frage nach dem Sauerstoff beantworten Sie ehrlich — die Entscheidung liegt beim Arzt.
Am Bett3. AusbildungsjahrKrankenhaus
Herr Krüger, 77 Jahre — Katheterassoziierter Harnwegsinfekt mit Fieber, benigne Prostatahyperplasie mit Harnverhalt · Urologische Station, Krankenhaus · Dauerkatheter · Harnwegsinfekt und Katheterpflege
Sie fragen Herrn Krüger, wie er mit dem Katheter im Alltag zurechtkommt.
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So sagen Sie es
Herr Krüger, sechs Wochen mit dem Katheter — wie geht es Ihnen damit im Alltag?
Darauf kommt zurück
Herr Krüger sagt: „Ich schäme mich. Ich gehe nicht mehr zum Stammtisch, weil ich Angst habe, dass der Beutel sichtbar ist oder riecht. Und mit meiner Frau — na ja, das geht ja gar nicht mehr, mit dem Schlauch da.“
Das nicht
Die Frage nicht stellen, wenn Sie gleich weiter müssen.
In die Dokumentation
Psychosoziale Belastung: Scham, sozialer Rückzug (Stammtisch), Sorge um Sichtbarkeit/Geruch; Sexualität mit DK als unmöglich empfunden
Warum so
Die offene Frage bringt Scham, Rückzug und Sexualität. Alle drei sind Pflegeprobleme mit Lösungen — Sie beantworten sie sachlich.
Am Bett3. AusbildungsjahrPflegeheim
Frau Lorenz, 88 Jahre — Dekubitus Kategorie 2 sakral, 3 × 2 cm, bei Bettlägerigkeit · Pflegeheim, Wohnbereich 3 · Dekubitus · Bettlägerige Bewohnerin
Sie fragen Frau Lorenz, was ihr Sorgen macht und was sie sich wünscht.
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So sagen Sie es
Gibt es etwas, das Ihnen an alledem Sorgen macht — oder etwas, das Sie sich wünschen?
Darauf kommt zurück
Frau Lorenz sagt: „Dass ich nicht mehr in den Rollstuhl darf, wegen der Stelle. Die zwei Stunden mittags am Fenster sind das Einzige, worauf ich mich freue. Und dass mein Sohn das erfährt und denkt, ihr kümmert euch nicht.“
Das nicht
Nicht nur nach Sorgen fragen — auch nach dem, was sie sich wünscht.
In die Dokumentation
Sorgen: Verlust der Rollstuhlzeit (einzige Freude), Reaktion des Sohnes (Vorwurf an Einrichtung)
Warum so
Zwei Sorgen — eine um Lebensqualität, eine um die Beziehung. Beide gehören in den Bericht, beide bekommen eine Antwort.
Weitere Lagen in diesem Thema
Die Formulierungen dazu stehen in der App.
Die Patientin ist Lehrerin. Sie fragen, wie sie es mit der Arbeit halten will. (Am Bett, Brustkrebs)
Die Patientin fürchtet die Blicke in der Klasse, wenn die Haare ausgehen. (Am Bett, Brustkrebs)
Die Patientin rechnet damit, dass sie nach dem Zyklus einfach müde ist und sich ausschläft. (Am Bett, Brustkrebs)
Herr Lange hat Angst vor einer zweiten Nacht wie der, die ihn hergebracht hat. (Am Bett, COPD-Exazerbation)
Herr Krüger sagt, er traue sich mit dem Beutel nicht mehr unter Leute — er fürchte den Geruch. (Am Bett, Dauerkatheter)
Frau Lorenz fürchtet, dass sie wegen der Wunde nicht mehr ans Fenster darf. (Am Bett, Dekubitus)
Sie wollen wissen, wie die letzten Wochen für Herrn Vogel waren. (Am Bett, Depression)
Sie fragen Frau Kowalski, wie es ihr jetzt geht, verglichen mit der Nacht. (Am Bett, Diabetes Typ 2)
Sie fragen Herrn Öztürk, was ihn am Leben mit der Dialyse am meisten beschäftigt. (Am Bett, Dialyse)
Sie kommen auf die Angst zurück, von der Frau Weber am Anfang gesprochen hat. (Am Bett, Herzinsuffizienz)
Alle 890 Situationen in der App
Jede Karte zeigt zuerst nur die Lage. Sie sagen Ihre Antwort laut, in ganzen Sätzen, und decken dann auf: die Formulierung, was zurückkommt, was nicht hilft, der Satz für die Dokumentation und warum. Ohne Konto, ohne Abo, ohne Internet — ein Kauf, 29,99 €.