Frau Hartmann, 47 Jahre — Mammakarzinom links, Z. n. brusterhaltender Operation, adjuvante Chemotherapie Onkologische Tagesklinik, Krankenhaus · Gesprächspartner: Patientin
Frau Hartmann, 47 Jahre — Mammakarzinom links, Z. n. brusterhaltender Operation, adjuvante Chemotherapie · Onkologische Tagesklinik, Krankenhaus
Die Patientin kommt zum ersten Zyklus. Sie stellen sich vor, bevor der Port angestochen wird.
Reaktion zeigen
So sagen Sie es
Guten Morgen, Frau Hartmann. Ich bin Selin Aydın, onkologische Fachpflegekraft, und ich begleite Sie heute durch den ersten Zyklus und auch die nächsten. Bevor wir anfangen, nehmen wir uns eine halbe Stunde — ich erkläre Ihnen, was heute passiert und worauf Sie zu Hause achten. Wie geht es Ihnen heute Morgen?
Darauf kommt zurück
Frau Hartmann sagt: „Guten Morgen. Ich habe seit Tagen kaum geschlafen. Ich habe so viel gelesen im Internet — die Übelkeit, die Haare. Ich weiß gar nicht, wovor ich mehr Angst habe.“
Das nicht
Nicht mit dem Anstechen beginnen und nebenbei erklären.
In die Dokumentation
Gespräch vor 1. Zyklus; Pat. mit Schlaflosigkeit, Angst vor Übelkeit und Alopezie, Internetrecherche
Warum so
Sie sagen, dass Sie bleiben — über alle Zyklen. Kontinuität ist in der Onkologie eine Maßnahme. Die Angst kommt sofort; sie ist das Hauptthema des Gesprächs.
Weitere Lagen aus diesem Fall
Ihre Praxisanleiterin fragt: „Erklären Sie Myelosuppression und Nadir — für die Ärztin und für die Patientin.“ (Anleitung)
Die Patientin hat nächtelang im Internet gelesen und erwartet das Schlimmste. (Am Bett)
Die Patientin sagt, ihre größte Angst sei das Erbrechen. (Am Bett)
Die Patientin will die Tabletten gegen Übelkeit lieber erst nehmen, wenn ihr schlecht wird. (Am Bett)
Frau Hartmann fragt: „Kleine Mahlzeiten, nichts Fettiges, kühl, Ingwer. Und anrufen, wenn es nicht aufhört. Ich habe gelesen, man soll nicht sein Lieblingsessen essen an den Tagen?“ (Am Bett)
Die Patientin hält die Übelkeit für das größte Risiko. Sie bringen das eigentliche zur Sprache. (Am Bett)
Die Patientin fragt, wann sie anrufen soll — und wann sie abwarten kann. (Am Bett)
Die Patientin fragt, was sie im Alltag ändern muss, wenn sie zu Hause ist. (Am Bett)
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