Erste Schicht

Ankommen & Vorstellen: Was sage ich jetzt?

Die ersten Sätze einer Schicht — und wie Sie sich vorstellen. In der App stehen zu diesem Thema 55 Situationen (55× Am Bett). Vier davon hier vollständig — erst selbst laut antworten, dann aufdecken.

Am Bett1. AusbildungsjahrKrankenhaus

Herr Wagner, 78 Jahre — Ischämischer Schlaganfall links mit Hemiparese rechts · Stroke Unit, Neurologische Klinik · Schlaganfall · Schluckstörung, Gespräch mit der Ehefrau

Die Ehefrau wartet seit dem Morgen am Bett. Sie kommen zum ersten Mal in dieser Schicht zu ihr.

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So sagen Sie es

Guten Tag, Frau Wagner. Ich bin Tomasz Nowicki, Pflegefachmann auf der Stroke Unit, und ich betreue Ihren Mann heute. Sie hatten gestern schon nach einem Gespräch gefragt — haben Sie jetzt eine halbe Stunde Zeit?

Darauf kommt zurück

Die Ehefrau sagt: „Ja, gern. Ich habe so viele Fragen, und bei der Visite geht alles so schnell.“

Das nicht
  • Nicht zwischen Tür und Angel im Flur anfangen — ein Angehörigengespräch braucht eine Zeitangabe.
In die Dokumentation

Angehörigengespräch auf Wunsch der Ehefrau, 3. Tag nach Apoplex

Warum so

Sie greifen den Wunsch der Angehörigen auf und geben einen Zeitrahmen. „Bei der Visite geht alles so schnell“ — das ist der Grund, warum es dieses Gespräch gibt.

Am Bett1. AusbildungsjahrKrankenhaus

Frau Yilmaz, 24 Jahre — Akute Appendizitis, Z. n. laparoskopischer Appendektomie gestern Abend · Chirurgische Station, Krankenhaus · Nach Appendektomie · Erster postoperativer Tag

Erster Morgen nach der Operation. Sie stellen sich vor und fragen nach der Nacht.

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So sagen Sie es

Guten Morgen, Frau Yilmaz. Ich bin Daniel Ortega, Pflegefachmann, und heute für Sie zuständig. Sie sind gestern Abend operiert worden — wie war die erste Nacht?

Darauf kommt zurück

Frau Yilmaz sagt: „Guten Morgen. Ehrlich gesagt schlecht. Ich hatte Schmerzen und wusste nicht, ob ich klingeln darf, und dann musste ich zur Toilette und hatte Angst, aufzustehen.“

Das nicht
  • Nicht mit „Alles gut?“ einsteigen — darauf antwortet jede Patientin „ja“.
In die Dokumentation

Nacht schlecht: Schmerzen, Unsicherheit über Klingel, Angst vor dem Aufstehen (Toilettengang)

Warum so

Die offene Frage nach der Nacht bringt drei Informationen auf einmal — Schmerz, ein Informationsdefizit und Angst. Alle drei sind Pflegeprobleme, und alle drei bearbeiten Sie in diesem Gespräch.

Am Bett1. AusbildungsjahrKrankenhaus

Frau Hartmann, 47 Jahre — Mammakarzinom links, Z. n. brusterhaltender Operation, adjuvante Chemotherapie · Onkologische Tagesklinik, Krankenhaus · Brustkrebs · Erste Chemotherapie

Die Patientin kommt zum ersten Zyklus. Sie stellen sich vor, bevor der Port angestochen wird.

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So sagen Sie es

Guten Morgen, Frau Hartmann. Ich bin Selin Aydın, onkologische Fachpflegekraft, und ich begleite Sie heute durch den ersten Zyklus und auch die nächsten. Bevor wir anfangen, nehmen wir uns eine halbe Stunde — ich erkläre Ihnen, was heute passiert und worauf Sie zu Hause achten. Wie geht es Ihnen heute Morgen?

Darauf kommt zurück

Frau Hartmann sagt: „Guten Morgen. Ich habe seit Tagen kaum geschlafen. Ich habe so viel gelesen im Internet — die Übelkeit, die Haare. Ich weiß gar nicht, wovor ich mehr Angst habe.“

Das nicht
  • Nicht mit dem Anstechen beginnen und nebenbei erklären.
In die Dokumentation

Gespräch vor 1. Zyklus; Pat. mit Schlaflosigkeit, Angst vor Übelkeit und Alopezie, Internetrecherche

Warum so

Sie sagen, dass Sie bleiben — über alle Zyklen. Kontinuität ist in der Onkologie eine Maßnahme. Die Angst kommt sofort; sie ist das Hauptthema des Gesprächs.

Am Bett1. AusbildungsjahrKrankenhaus

Herr Lange, 66 Jahre — Akut exazerbierte COPD, GOLD-Stadium 3 · Pneumologische Station, Krankenhaus · COPD-Exazerbation · Atmung und Rauchen

Herr Lange sitzt heute zum ersten Mal im Stuhl. Sie kommen zur Schicht ins Zimmer.

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So sagen Sie es

Guten Tag, Herr Lange. Ich bin Nadia Haddad, Pflegefachfrau, und heute für Sie da. Ich sehe, Sie sitzen heute im Stuhl — das ist schon mehr als gestern. Wie geht es Ihnen mit der Luft?

Darauf kommt zurück

Herr Lange sagt: „Tag. Besser. Ich kann wieder einen Satz sagen, ohne dazwischen Luft zu holen. Vorgestern ging das nicht.“

Das nicht
  • Nicht in langen Sätzen auf einen Menschen einreden, der kaum Luft bekommt.
In die Dokumentation

Dyspnoe rückläufig, Pat. spricht in ganzen Sätzen (bei Aufnahme nicht möglich), sitzt im Stuhl

Warum so

Bei COPD ist die Sprechfähigkeit ein Maß für die Atemnot — der Patient beschreibt es selbst. Ihre Beobachtung „sitzt im Stuhl“ notieren Sie als Fortschritt.

Weitere Lagen in diesem Thema

Die Formulierungen dazu stehen in der App.

Alle 890 Situationen in der App

Jede Karte zeigt zuerst nur die Lage. Sie sagen Ihre Antwort laut, in ganzen Sätzen, und decken dann auf: die Formulierung, was zurückkommt, was nicht hilft, der Satz für die Dokumentation und warum. Ohne Konto, ohne Abo, ohne Internet — ein Kauf, 29,99 €.

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