Erste Schicht

Dokumentieren: Was sage ich jetzt?

Was in den Bericht gehört und wie man es schreibt. In der App stehen zu diesem Thema 102 Situationen (84× Bericht, 18× Anleitung). Vier davon hier vollständig — erst selbst laut antworten, dann aufdecken.

Bericht2. AusbildungsjahrKrankenhaus

Herr Wagner, 78 Jahre — Ischämischer Schlaganfall links mit Hemiparese rechts · Stroke Unit, Neurologische Klinik · Schlaganfall · Schluckstörung, Gespräch mit der Ehefrau

Sie schreiben den Bericht über Herrn Wagner — Abschnitt „Ausgangssituation“.

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So schreiben Sie es
Zeitpunkt und Grund der Aufnahme

Herr W. wurde am 11.09. mit einem akuten ischämischen Schlaganfall links über die Notaufnahme auf die Stroke Unit aufgenommen. Heute ist der dritte Tag nach dem Ereignis.

Diagnosen und Vorgeschichte

Hauptdiagnose ist ein ischämischer Insult links, am ehesten kardioembolisch bei bekanntem Vorhofflimmern, mit schlaffer Hemiparese rechts, leichter Aphasie bei gut erhaltenem Sprachverständnis und Dysphagie. Als weitere Nebendiagnose besteht eine arterielle Hypertonie. Herr W. ist Rechtshänder. Er wird antikoaguliert und ist monitorüberwacht.

Wohn- und Lebenssituation

Herr W. lebt mit seiner 75-jährigen Ehefrau in einem Einfamilienhaus mit Treppe; das Schlafzimmer liegt im Obergeschoss. Die Ehefrau ist täglich anwesend, hat selbst ein Rückenleiden und fährt nachts nicht mehr Auto. Eine Tochter lebt in Hamburg und kommt am Wochenende, eine Nachbarin hat Fahrten angeboten.

Darauf achtet der Bericht
  • Wann und warum wurde der Patient aufgenommen — oder warum betreuen Sie ihn?
  • Wie lautet die Hauptdiagnose, welche Nebendiagnosen bestehen?
  • Wie wohnt der Patient, wer unterstützt ihn?
Hinweise
  • Erster Satz des Berichts. Redemittel: „Frau S. wurde am … wegen … stationär aufgenommen.“ / „Herr E. ist seit … Bewohner unserer Einrichtung.“ Datum, Grund, Weg — mehr braucht der Satz nicht.
  • Hier gehört die Fachsprache hin: „Bei Frau S. besteht eine arterielle Hypertonie, die medikamentös mit Amlodipin eingestellt ist.“ Nebendiagnosen mit „außerdem“ oder „zusätzlich“ anschließen.
  • Zwei Sätze reichen: Wohnsituation, Angehörige, Beruf. Diese Angaben entscheiden später über Entlassung und Hilfsmittel — deshalb stehen sie im Bericht.
Anleitung2. AusbildungsjahrKrankenhaus

Frau Hartmann, 47 Jahre — Mammakarzinom links, Z. n. brusterhaltender Operation, adjuvante Chemotherapie · Onkologische Tagesklinik, Krankenhaus · Brustkrebs · Erste Chemotherapie

Ihre Praxisanleiterin fragt: „Warum muss die Aufklärung vollständig dokumentiert werden, und wie?“

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So antworten Sie

Weil sie der Nachweis ist, dass die Patientin über Risiken und Verhaltensregeln informiert wurde — bei jeder Nebenwirkung, jedem neutropenen Fieber wird gefragt, ob sie die Regel kannte. Dokumentiert werden Datum, Themen einzeln, ausgehändigte Unterlagen — Chemo-Ausweis, Einnahmeplan —, Rückmeldungen der Patientin — „wiederholt Fieberregel korrekt“ — und vereinbarte Maßnahmen wie der Anruf am Tag drei und die Anmeldung der Psychoonkologie.

Warum so

Nachweisfunktion, dann die fünf Elemente. In der Onkologie ist die Dokumentation der Aufklärung besonders wichtig.

Bericht2. AusbildungsjahrKrankenhaus

Frau Yilmaz, 24 Jahre — Akute Appendizitis, Z. n. laparoskopischer Appendektomie gestern Abend · Chirurgische Station, Krankenhaus · Nach Appendektomie · Erster postoperativer Tag

Sie schreiben den Bericht über Frau Yilmaz — Abschnitt „Ausgangssituation“.

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So schreiben Sie es
Zeitpunkt und Grund der Aufnahme

Frau Y. wurde am 13.09. mit einer akuten Appendizitis über die Notaufnahme aufgenommen und am selben Abend laparoskopisch appendektomiert. Heute ist der erste postoperative Tag.

Diagnosen und Vorgeschichte

Es handelt sich um eine akute Appendizitis, Zustand nach laparoskopischer Appendektomie mit drei Trokarzugängen und resorbierbarem Nahtmaterial. Vorerkrankungen und Allergien bestehen nicht. Es ist die erste Operation der Patientin. Angeordnet sind eine Analgesie nach Stufenschema, eine Thromboseprophylaxe mit niedermolekularem Heparin subkutan und Antithrombosestrümpfe.

Wohn- und Lebenssituation

Frau Y. ist Studentin und lebt in einer Wohngemeinschaft im dritten Stock; die Mitbewohnerinnen können sie nach der Entlassung unterstützen. Die Eltern leben in einer anderen Stadt. Für die kommende Woche ist eine Klausur geplant.

Darauf achtet der Bericht
  • Wann und warum wurde die Patientin aufgenommen — oder warum betreuen Sie sie?
  • Wie lautet die Hauptdiagnose, welche Nebendiagnosen bestehen?
  • Wie wohnt die Patientin, wer unterstützt sie?
Hinweise
  • Erster Satz des Berichts. Redemittel: „Frau S. wurde am … wegen … stationär aufgenommen.“ / „Herr E. ist seit … Bewohner unserer Einrichtung.“ Datum, Grund, Weg — mehr braucht der Satz nicht.
  • Hier gehört die Fachsprache hin: „Bei Frau S. besteht eine arterielle Hypertonie, die medikamentös mit Amlodipin eingestellt ist.“ Nebendiagnosen mit „außerdem“ oder „zusätzlich“ anschließen.
  • Zwei Sätze reichen: Wohnsituation, Angehörige, Beruf. Diese Angaben entscheiden später über Entlassung und Hilfsmittel — deshalb stehen sie im Bericht.
Bericht2. AusbildungsjahrKrankenhaus

Herr Lange, 66 Jahre — Akut exazerbierte COPD, GOLD-Stadium 3 · Pneumologische Station, Krankenhaus · COPD-Exazerbation · Atmung und Rauchen

Sie schreiben den Bericht über Herrn Lange — Abschnitt „Ausgangssituation“.

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So schreiben Sie es
Zeitpunkt und Grund der Aufnahme

Herr L. wurde am 11.09. per Notarzt mit einer akut exazerbierten COPD auf die pneumologische Station aufgenommen. Zuvor hatten sich nach einem Infekt der Husten verstärkt, das Sputum gelb-grün verfärbt und eine Orthopnoe entwickelt, sodass er nachts im Sessel schlief; bei Auftreten einer Zyanose rief die Ehefrau den Notarzt.

Diagnosen und Vorgeschichte

Hauptdiagnose ist eine COPD im GOLD-Stadium 3 mit akuter, infektgetriggerter Exazerbation. Bei Aufnahme bestanden Ruhedyspnoe, purulentes Sputum und eine Sauerstoffsättigung von 86 %. Nebendiagnosen sind ein Untergewicht mit einem BMI von 20,5 und eine Osteoporose. Herr L. ist aktiver Raucher mit 40 Packungsjahren und raucht derzeit etwa 20 Zigaretten täglich; zwei frühere Abstinenzversuche über drei und sechs Monate scheiterten unter beruflichem Stress.

Wohn- und Lebenssituation

Herr L. ist Rentner, ehemals Schweißer, und lebt mit seiner Ehefrau zusammen, die kocht und den Rauchstopp unterstützt.

Darauf achtet der Bericht
  • Wann und warum wurde der Patient aufgenommen — oder warum betreuen Sie ihn?
  • Wie lautet die Hauptdiagnose, welche Nebendiagnosen bestehen?
  • Wie wohnt der Patient, wer unterstützt ihn?
Hinweise
  • Erster Satz des Berichts. Redemittel: „Frau S. wurde am … wegen … stationär aufgenommen.“ / „Herr E. ist seit … Bewohner unserer Einrichtung.“ Datum, Grund, Weg — mehr braucht der Satz nicht.
  • Hier gehört die Fachsprache hin: „Bei Frau S. besteht eine arterielle Hypertonie, die medikamentös mit Amlodipin eingestellt ist.“ Nebendiagnosen mit „außerdem“ oder „zusätzlich“ anschließen.
  • Zwei Sätze reichen: Wohnsituation, Angehörige, Beruf. Diese Angaben entscheiden später über Entlassung und Hilfsmittel — deshalb stehen sie im Bericht.

Weitere Lagen in diesem Thema

Die Formulierungen dazu stehen in der App.

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