Anleiten, zeigen, mitgeben — ohne zu überfordern. In der App stehen zu diesem Thema 119 Situationen (94× Am Bett, 25× Anleitung). Vier davon hier vollständig — erst selbst laut antworten, dann aufdecken.
Ihre Praxisanleiterin fragt: „Welche Schlaganfallzeichen erklären Sie der Ehefrau, und wie?“
Reaktion zeigen
So antworten Sie
Das FAST-Schema in Alltagsworten: „Gesicht — hängt ein Mundwinkel? Arm — kann er beide Arme heben, sinkt einer ab? Sprache — ist sie plötzlich undeutlich oder verwaschen? Wenn eines davon: sofort die 112, jede Minute zählt.“ Und: „Das gilt für Sie beide“ — die Ehefrau ist 75 und selbst gefährdet.
Warum so
FAST heißt Face, Arms, Speech, Time. Sagen Sie das Schema auf Deutsch und nennen Sie die Abkürzung dazu.
Frau Yilmaz sagt: „Wann darf ich nach Hause? Ich habe nächste Woche eine Klausur, und ich wohne in einer WG im dritten Stock.“
Reaktion zeigen
So sagen Sie es
Das entscheidet der Arzt bei der Visite, aber nach so einer Operation sind es meistens zwei bis drei Tage, wenn Sie essen, laufen und die Schmerzen mit Tabletten gut sind. Der dritte Stock ist kein Problem, Treppen dürfen Sie gehen. Für die Klausur: Sitzen und Schreiben ist erlaubt — nur schwer heben, Sport und Bauchmuskeltraining sollten Sie vier bis sechs Wochen lassen. Ich notiere die Frage für die Visite, dann sagt Ihnen der Arzt genau, was er für Ihre Klausur empfiehlt.
Darauf kommt zurück
Frau Yilmaz sagt: „Zwei bis drei Tage, das wäre gut. Und die Klausur schaffe ich dann hoffentlich.“
Das nicht
Kein Entlassungsdatum nennen — das ist eine ärztliche Entscheidung.
In die Dokumentation
Entlassung voraussichtlich Tag 2–3 (ärztl. Entscheidung); Belastung: Treppen erlaubt, kein Heben/Sport 4–6 Wochen; Klausur nächste Woche → Frage für Visite
Weitergeben
Klausurtermin und Entlassungswunsch zur Visite weitergeben.
Warum so
Die Entlassungsfrage beantworten Sie mit dem üblichen Rahmen und den Kriterien, ohne die ärztliche Entscheidung vorwegzunehmen. Die Klausur ist ein individueller Punkt — notieren, an die Visite weitergeben.
Anleitung3. AusbildungsjahrKrankenhaus
Frau Hartmann, 47 Jahre — Mammakarzinom links, Z. n. brusterhaltender Operation, adjuvante Chemotherapie · Onkologische Tagesklinik, Krankenhaus · Brustkrebs · Erste Chemotherapie
Ihre Praxisanleiterin fragt: „Erklären Sie das Prinzip der antiemetischen Prophylaxe und die Ernährungstipps bei Übelkeit.“
Reaktion zeigen
So antworten Sie
Prophylaxe heißt: vor dem Symptom. Die Antiemetika werden an den Tagen 1 bis 3 nach festem Schema genommen, unabhängig davon, ob Übelkeit besteht — einmal aufgetretene Übelkeit ist schwerer zu stoppen. Dazu ein Bedarfsmedikament. Ernährung: kleine Mahlzeiten, nichts Fettiges oder stark Riechendes, kühle Speisen, Ingwer, nach dem Essen nicht flach liegen, keine Lieblingsspeisen an den ersten Tagen wegen der Geschmacksaversion, zwei Liter trinken. Anrufen bei Erbrechen über dreimal täglich oder 24 Stunden ohne Flüssigkeit.
Warum so
Das Prinzip in einem Satz, dann die Praxis. Die Geschmacksaversion ist das Detail, das Fachwissen zeigt.
Ihre Praxisanleiterin fragt: „Warum ist Untergewicht bei COPD ein Pflegeproblem, und was empfehlen Sie?“
Reaktion zeigen
So antworten Sie
Weil die Atemmuskulatur Kraft braucht und Muskelabbau die Dyspnoe verstärkt — ein Teufelskreis, denn Dyspnoe bei großen Mahlzeiten führt zu weniger Essen. Empfehlung: fünf bis sechs kleine, energiereiche Mahlzeiten (Butter, Sahne, Nüsse, Käse, Milch), Inhalation und Ruhe vor dem Essen, Ernährungsberatung, bei Bedarf hochkalorische Trinknahrung, und regelmäßige Gewichtskontrolle.
Warum so
Mechanismus, Teufelskreis, konkrete Lebensmittel. Damit zeigen Sie, dass Sie den Zusammenhang und die Praxis kennen.
Weitere Lagen in diesem Thema
Die Formulierungen dazu stehen in der App.
Die Ehefrau ist seit drei Tagen von morgens bis abends auf der Station. (Am Bett, Schlaganfall)
Die Ehefrau sagt, die Tochter wohne in der Nähe — aber sie wolle niemanden belasten. (Am Bett, Schlaganfall)
Zum Schluss fassen Sie zusammen, was die Ehefrau mitnehmen soll. (Am Bett, Schlaganfall)
Die Ehefrau sagt in eigenen Worten, worauf sie von jetzt an achten will. (Am Bett, Schlaganfall)
Ihre Praxisanleiterin fragt: „Die Patientin fragt, warum ihre Schulter wehtut. Was antworten Sie?“ (Anleitung, Nach Appendektomie)
Ihre Praxisanleiterin fragt: „Was ist Fatigue, und was empfehlen Sie dagegen?“ (Anleitung, Brustkrebs)
Herr Lange sagt von sich aus, dass er das Thema Rauchen kennt. (Am Bett, COPD-Exazerbation)
Ihre Praxisanleiterin fragt: „Der Patient trinkt weniger, um den Beutel seltener leeren zu müssen, und hat eine Herzinsuffizienz. Wie beraten Sie?“ (Anleitung, Dauerkatheter)
Ihre Praxisanleiterin fragt: „Die Bewohnerin lehnt die Trinknahrung ab und ist untergewichtig. Was tun Sie?“ (Anleitung, Dekubitus)
Die Tochter fragt, ob es hier auch etwas für Angehörige gibt. (Am Bett, Demenz)
Alle 890 Situationen in der App
Jede Karte zeigt zuerst nur die Lage. Sie sagen Ihre Antwort laut, in ganzen Sätzen, und decken dann auf: die Formulierung, was zurückkommt, was nicht hilft, der Satz für die Dokumentation und warum. Ohne Konto, ohne Abo, ohne Internet — ein Kauf, 29,99 €.