Erste Schicht

Prophylaxen: Was sage ich jetzt?

Warum man sie tut und wie Sie sie erklären. In der App stehen zu diesem Thema 34 Situationen (21× Übergabe, 9× Am Bett, 4× Anleitung). Vier davon hier vollständig — erst selbst laut antworten, dann aufdecken.

Anleitung1. AusbildungsjahrKrankenhaus

Herr Wagner, 78 Jahre — Ischämischer Schlaganfall links mit Hemiparese rechts · Stroke Unit, Neurologische Klinik · Schlaganfall · Schluckstörung, Gespräch mit der Ehefrau

Ihre Praxisanleiterin fragt: „Welche Prophylaxen sind bei einer schlaffen Hemiparese nötig?“

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So antworten Sie

Dekubitusprophylaxe durch Wechsellagerung und Hautkontrolle; Kontrakturprophylaxe durch Lagerung in Funktionsstellung und passives Durchbewegen; Subluxationsprophylaxe der Schulter durch Kissenlagerung und Zugvermeidung; Thromboseprophylaxe — hier durch die Antikoagulation und Bewegung; Pneumonieprophylaxe durch Mobilisation; und bei Dysphagie zusätzlich die Aspirationsprophylaxe mit Mundpflege.

Warum so

Kontraktur und Subluxation sind die beiden, die bei Hemiparese dazukommen. Wer nur die Standardvier nennt, hat den Fall nicht gesehen.

Übergabe1. AusbildungsjahrKrankenhaus

Frau Yilmaz, 24 Jahre — Akute Appendizitis, Z. n. laparoskopischer Appendektomie gestern Abend · Chirurgische Station, Krankenhaus · Nach Appendektomie · Erster postoperativer Tag

Sie sollen sagen, welche Prophylaxen nötig sind — und warum.

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So melden Sie es
Prophylaxen

Prophylaxen postoperativ: Pneumonieprophylaxe durch Atemübungen, Hustentechnik mit Gegendruck und Mobilisation — besonders wichtig, weil sie den Husten unterdrückt hat. Thromboseprophylaxe dreifach: Heparin, Antithrombosestrümpfe, Bewegung. Sturzprophylaxe bei erster Mobilisation nach Narkose und Analgetika — Begleitung beim ersten Gang, langsames Aufstehen. Obstipationsprophylaxe durch Mobilisation und Flüssigkeit. Und Wundinfektionsprophylaxe durch aseptischen Verbandwechsel, Handhygiene und die Aufklärung über Infektionszeichen.

Warum so

Fünf Prophylaxen, alle mit Bezug zum Fall. „Dreifach“ bei der Thrombose zeigt, dass Sie das Konzept kennen.

Am Bett1. AusbildungsjahrPflegeheim

Frau Lorenz, 88 Jahre — Dekubitus Kategorie 2 sakral, 3 × 2 cm, bei Bettlägerigkeit · Pflegeheim, Wohnbereich 3 · Dekubitus · Bettlägerige Bewohnerin

Frau Lorenz will nachts nicht geweckt werden, auch nicht zum Umlagern.

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So sagen Sie es

Nun zum Umdrehen. Ich weiß, dass Sie nachts nicht gestört werden wollen, und ich verstehe das — Schlaf ist wichtig. Aber sieben Stunden auf dem Rücken heißt sieben Stunden Druck auf der Wunde, und dann heilt sie nicht. Ich möchte mit Ihnen einen Weg finden, der beides möglich macht. Warum können Sie nur auf dem Rücken schlafen?

Darauf kommt zurück

Frau Lorenz sagt: „Auf der linken Seite spüre ich den Arm nicht, das macht mir Angst. Und auf der rechten Seite tut die Schulter weh. Und wenn ihr mich dreht, bin ich wach und liege dann stundenlang.“

Das nicht
  • Nicht über ihren Willen hinweg umlagern, aber auch nicht aufgeben.
In die Dokumentation

Gründe für Ablehnung des Positionswechsels: links Angst wegen Hemiparese, rechts Schulterschmerz, Wachliegen nach Lagerung

Warum so

Statt zu verordnen, fragen Sie nach dem Warum — und bekommen drei konkrete, lösbare Gründe. Das ist der Unterschied zwischen Ablehnung und einem Problem, das man bearbeiten kann.

Übergabe1. AusbildungsjahrKrankenhaus

Frau Hartmann, 47 Jahre — Mammakarzinom links, Z. n. brusterhaltender Operation, adjuvante Chemotherapie · Onkologische Tagesklinik, Krankenhaus · Brustkrebs · Erste Chemotherapie

Sie sollen sagen, welche Prophylaxen nötig sind — und warum.

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So melden Sie es
Prophylaxen

Prophylaxen: Antiemetische Prophylaxe nach Schema. Infektionsprophylaxe im Nadir durch Hygiene, Lebensmittelregeln, Vermeidung von Kontakten und die Fieberregel. Mukositisprophylaxe durch Mundpflege mit weicher Bürste und Spülungen. Portinfektionsprophylaxe durch aseptische Punktion und Aufklärung über Infektionszeichen. Dehydratationsprophylaxe durch zwei Liter Trinkmenge. Fatigueprophylaxe durch Bewegung und Pausenplanung. Und psychosoziale Prophylaxe — die Psychoonkologie, bevor die Belastung zur Krise wird.

Warum so

Onkologische Prophylaxen — Mukositis und Portinfektion sind die beiden spezifischen, die zeigen, dass Sie das Fachgebiet kennen.

Weitere Lagen in diesem Thema

Die Formulierungen dazu stehen in der App.

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Jede Karte zeigt zuerst nur die Lage. Sie sagen Ihre Antwort laut, in ganzen Sätzen, und decken dann auf: die Formulierung, was zurückkommt, was nicht hilft, der Satz für die Dokumentation und warum. Ohne Konto, ohne Abo, ohne Internet — ein Kauf, 29,99 €.

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