Schlucken, Trinkmenge, Appetit, Kostformen. In der App stehen zu diesem Thema 25 Situationen (25× Am Bett). Vier davon hier vollständig — erst selbst laut antworten, dann aufdecken.
Die Ehefrau fragt: „Warum bekommt er nur diesen Brei und das komische dicke Wasser? Er hat mich gestern so angeschaut, als ich meinen Kaffee getrunken habe. Darf ich ihm nicht wenigstens einen Schluck geben?“
Reaktion zeigen
So sagen Sie es
Ich verstehe, dass Ihnen das schwerfällt. Aber bitte nicht — und ich erkläre Ihnen, warum. Durch den Schlaganfall funktioniert das Schlucken nicht mehr richtig, das nennt man Schluckstörung. Die Muskeln im Rachen sind auf der einen Seite schwach, und der Deckel, der beim Schlucken die Luftröhre verschließt, schließt zu spät. Dünne Flüssigkeit wie Kaffee oder Wasser läuft dann zu schnell — und ein Teil gelangt in die Luftröhre und in die Lunge, statt in den Magen.
Darauf kommt zurück
Die Ehefrau fragt: „In die Lunge? Und dann?“
Das nicht
Auf keinen Fall „ein Schluck geht schon“ — bei Dysphagie ist dünne Flüssigkeit das Gefährlichste.
Die Bitte nicht wortlos abschlagen: ohne Begründung holt sie die Flasche heimlich.
In die Dokumentation
Dysphagie erklärt (Mechanismus: Schwäche der Schluckmuskulatur, verzögerter Kehlkopfverschluss); Ehefrau möchte ihm Kaffee geben → abgelehnt mit Begründung
Weitergeben
Aspirationsgefahr und das Gespräch darüber an die Pflegefachkraft und die Logopädie.
Warum so
Die gefährlichste Bitte des Gesprächs. Sie sagen klar Nein — und begründen mit einem Bild („der Deckel schließt zu spät“). Die Rückfrage „und dann?“ führt zur Aspirationspneumonie im nächsten Zug.
Zum Essen: Heute gibt es leichte Kost — Tee, Zwieback, Suppe, Joghurt. Fangen Sie mit kleinen Mengen an; wenn das gut geht, dürfen Sie morgen wieder normal essen. Trinken sollten Sie viel, mindestens anderthalb Liter. Und ist Ihnen übel?
Darauf kommt zurück
Frau Yilmaz sagt: „Ein bisschen, gestern Abend mehr. Ich habe seit vorgestern nichts gegessen, ich habe aber auch keinen Hunger.“
Das nicht
Nicht zum Essen drängen und keine Mengen vorschreiben.
In die Dokumentation
Kostaufbau erklärt (leichte Kost, morgen Vollkost); Trinkziel ≥ 1,5 l; leichte Nausea (gestern stärker), kein Appetit seit 2 Tagen
Warum so
Kostaufbau, Trinkmenge, Übelkeit — drei Fragen in einem Zug, weil sie zusammengehören. Die Übelkeit ist rückläufig, aber Sie fragen nach — sie kann die Nahrungsaufnahme verhindern.
Am Bett1. AusbildungsjahrKrankenhaus
Frau Hartmann, 47 Jahre — Mammakarzinom links, Z. n. brusterhaltender Operation, adjuvante Chemotherapie · Onkologische Tagesklinik, Krankenhaus · Brustkrebs · Erste Chemotherapie
Die Patientin sagt, ihre größte Angst sei das Erbrechen.
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So sagen Sie es
Zur Übelkeit — Ihre größte Sorge. Sie bekommen heute vor der Chemotherapie eine starke Infusion dagegen, und für zu Hause zwei Medikamente, die Sie an den ersten drei Tagen nach festem Plan nehmen, ob Ihnen übel ist oder nicht — das ist der Schlüssel: vorbeugen, nicht abwarten. Die meisten Patientinnen haben damit keine oder nur leichte Übelkeit. Erbrechen ist mit dieser Vorbeugung selten geworden.
Darauf kommt zurück
Frau Hartmann sagt: „Auch wenn mir nicht übel ist, die Tabletten nehmen? Ich hätte gewartet.“
Das nicht
Antiemetika nicht als Bedarfsmedikation darstellen — sie wirken nur vorbeugend.
In die Dokumentation
Antiemetische Prophylaxe erklärt: i.v. vor Zyklus, oral Tag 1–3 nach festem Schema unabhängig von Symptomen; Pat. hätte abgewartet
Warum so
Das Prinzip der antiemetischen Prophylaxe — nehmen, bevor es kommt — ist der wichtigste Beratungspunkt. Die Patientin hätte abgewartet: Genau das verhindern Sie.
Am Bett1. AusbildungsjahrKrankenhaus
Herr Öztürk, 63 Jahre — Terminale Niereninsuffizienz bei diabetischer Nephropathie, Hämodialyse seit gestern · Nephrologische Station, Krankenhaus · Dialyse · Shunt, Trinkmenge und Kalium
Herr Öztürk hat seit der letzten Behandlung drei Kilo zugenommen.
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So sagen Sie es
Jetzt zu den drei Kilo von gestern. Ihre Nieren scheiden kaum noch Wasser aus — was Sie trinken, bleibt im Körper bis zur nächsten Dialyse. Deshalb ein Liter am Tag, alles Flüssige eingerechnet: Tee, Suppe, Joghurt, Wassermelone. Zwischen zwei Dialysen sollten Sie nicht mehr als zwei Kilo zunehmen, über das Wochenende nicht mehr als zweieinhalb. Wiegen Sie sich jeden Morgen und schreiben Sie es auf.
Darauf kommt zurück
Herr Öztürk fragt: „Ein Liter — ich bin Taxifahrer, ich trinke den ganzen Tag Tee. Zehn Gläser sind das bestimmt. Wie soll ich das schaffen?“
Das nicht
Das Gewicht nicht kommentarlos notieren.
In die Dokumentation
Trinkmengenbegrenzung 1 l erklärt; interdialytische Gewichtszunahme max. 2 kg (WE 2,5 kg); tägliches Wiegen; Pat.: bisher ca. 10 Gläser Tee/Tag beruflich
Warum so
Die Regel mit Zahlen und die ehrliche Reaktion des Patienten — zehn Gläser Tee. Das ist das Pflegeproblem, und die Lösung muss zum Taxi passen.
Weitere Lagen in diesem Thema
Die Formulierungen dazu stehen in der App.
Die Ehefrau fragt: „In die Lunge? Und dann?“ (Am Bett, Schlaganfall)
Die Ehefrau möchte ihrem Mann sein Lieblingsessen von zu Hause mitbringen. (Am Bett, Schlaganfall)
Die Ehefrau will ihrem Mann heute Mittag selbst den Pudding geben. (Am Bett, Schlaganfall)
Der Patientin ist leicht übel, und Hunger hat sie keinen. (Am Bett, Nach Appendektomie)
Die Patientin will die Tabletten gegen Übelkeit lieber erst nehmen, wenn ihr schlecht wird. (Am Bett, Brustkrebs)
Herr Öztürk fragt: „Ein Liter — ich bin Taxifahrer, ich trinke den ganzen Tag Tee. Zehn Gläser sind das bestimmt. Wie soll ich das schaffen?“ (Am Bett, Dialyse)
Das Kind wacht auf. Jetzt soll es trinken — und der Vater soll dabei helfen. (Am Bett, Gastroenteritis)
Sie wollen wissen, wobei Herr Huber sich am häufigsten verschluckt. (Am Bett, Parkinson)
Lina isst kaum etwas, und die Mutter macht sich Sorgen. (Am Bett, Pneumonie)
Alle 890 Situationen in der App
Jede Karte zeigt zuerst nur die Lage. Sie sagen Ihre Antwort laut, in ganzen Sätzen, und decken dann auf: die Formulierung, was zurückkommt, was nicht hilft, der Satz für die Dokumentation und warum. Ohne Konto, ohne Abo, ohne Internet — ein Kauf, 29,99 €.